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Dienst um Dienst : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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geſchah es in einem bedauernswürdigen Zuſtande. Den⸗ noch wurde zwei Mal der Sturm auf Conſtantine ver⸗ ſucht, aber beide Male mit großen Verluſten auf Sei⸗ ten der Franzoſen abgeſchlagen. Man ſah ſich bei der Ungunſt der Verhältniſſe genöthigt, die Belagerung auf⸗ zugeben und den Rückzug anzutreten. Die geſchlagenen Truppen kehrten erſchöpft und decimirt nach Bona, dem Ausgangs⸗Punkte der Unternehmung zurück, und die Folge des mißglückten Zuges war, daß die Araber ihr Haupt höher als je erhoben und ihrerſeits mit einer Keckheit zum Angriffe übergingen, welcher die Herr⸗ ſchaft der Franzoſen in Algier ſehr ernſtlich bedrohte.

Unter dieſen Umſtänden hielt man es für zweck⸗ mäßig, mit einem Theile der arabiſchen Stämme einen Frieden abzuſchließen, um alsdann mit ganzer Kraft einen zweiten Stoß auf Conſtantine zu führen, die Fe⸗ ſtung zu erobern, und ſo die empfangene Scharte aus⸗ zuwetzen. Der mit dem Emir Abd⸗el⸗Kader im Mai 1837 abgeſchloſſene Vertrag gab dazu freie Hand, und alle

orbereitungen wurden getroffen, um ein abermaliges Fehlſchlagen der Unternehmung unmöglich zu machen. Zehntauſend Mann ſtark rückte die Armee unter dem Befehle des General Damremont am erſten Oktober 1837 gegen Conſtantine vor.

Francois begleitete den Zug in der unmittelbaren Umgebung des Ober⸗Befehlshabers, welcher ihn unter die Zahl ſeiner Adjutanten aufgenommen hatte und ihm großes Vertrauen ſchenkte. Ohne beſondere Hinderniſſe drangen die Franzoſen vorwärts, und erſchienen ſchon am ſechsten Oktober vor der Feſtung, wo ſämmtliche Regimenter in ihre Stellungen einrückten, ohne von dem Feinde dabei geſtört zu werden. Francois be⸗