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Dienst um Dienst : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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hegen Sie wirklich Beſorgniß, daß wir auflaufen können?

Die Möglichkeit liegt nahe genug! Indeß wir müſſen eben unſer Beſtes thun, und was Menſchen⸗ hände und guter Wille gegen ſolches Unwetter leiſten können, wird ſicherlich geleiſtet werden. Doch machen Sie ſich immer darauf gefaßt, ein unfreiwilliges Bad nehmen und nöthigenfalls an's Land ſchwimmen zu müſſen. Wenn ich ſehe, daß das Schiff nicht zu ret⸗ ten iſt, ſo werde ich es an einem Punkte auflaufen laſſen, der uns die Möglichkeit bietet, wenigſtens das Leben der Mannſchaft zu retten. Ich brauche Ihnen nicht zu ſagen, Oberſt, daß die großte Kaltblütigkeit im Augenblicke der Gefahr die beſte Ausſicht auf Er⸗ folg gewährt.«

Ich weiß das, und wenn ich Beſorgniß hege, ſo hege ich ſie nur für meinen Sohn. Du hoͤrſt, Francois, welche Kataſtrophe uns möglicher Weiſe bevorſteht. Wirſt du der Gefahr ruhig in's Auge ſehen können?«

Ich hoffe es, Vater, entgegnete Frangois mit feſter Stimme.Möge geſchehen, was Gott über uns verhängt. Jedenfalls werden wir vorbereitet ſein. Fürchte nichts meinetwegen, Vater, und ſei nur auf deine eigene Sicherheit bedacht. Was liegt an mir? Aber wenn du untergingeſt, würde die Armee eines ihrer tapfer⸗ ſten Anführer beraubt ſein.«

Brav geſprochen, ſagte Kapitän Briant beifällig. Ich ſehe ſchon, junger Herr, Sie ſind aus dem rech⸗ ten Holze geſchnitzt, und es wäre ja ein Jammer, wenn ein ſo friſches Leben ſo früh zu Ende gehen ſollte. Das darf nicht geſchehen. Sollte das Schlimmſte über uns kommen, ſo hören Sie nur auf mich! Auch Sie,

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