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in den ſüßeſten Thraͤnen, die jemals menſchliche Augen vergoſſen haben! Einen Schleier über dieſes Wiederfinden nach ſo langer, ſchrecklicher und hoffnungsloſer Trennung. Später kamen die Nachbarn; ſie ſahen, ſie hoͤrten, ſie ſtaunten, ſie riefen Wunder über Wunder. Auch Uly hörte und erfuhr, was geſchehen und nicht ge⸗ ſchehen war. Er vernahm, daß ihn der ehrliche Hans Sprüngli nicht vergeſſen, ſondern richtig die Kunde von ſeinem Leben nach dem Dorfe gebracht hatte. Obgleich man ſie kaum hatte glauben können, ſo würden die Nachbarn gleichwohl nicht geſäumt haben, ihm Hülfe zu bringen, wenn der ungeheure Schneefall es nicht verhindert hätte. Unter Hoffen und Bangen war all⸗ mählig der Winter vergangen, und endlich dann auch der Frühling auf den Flügeln des Sturmes gekommen. Aber trotzdem war es noch nicht möglich geweſen, bis zur oberen Gletſcher⸗Region vorzudringen. Obgleich der Föhn ungeheure Maſſen von Schnee geſchmolzen hatte, lagen doch noch größere Maſſen in den Schluchten und auf den Abhängen, und konnten dort vielleicht noch Wochen lang liegen und unüberſteigliche Wälle bilden. Darum freute ſich Uly jetzt doppelt ſeiner Erlöſung, und Weib und Kind, ſo wie die Nachbarn, Alle, Alle 8 freuten ſich mit ihm und lobten den Herrn. Uly aber, als er die Geſchichte ſeiner Leiden aus⸗ führlich erzählt hatte, umarmte mit Zärtlichkeit Weib und Kind, und ſprach: „Siehe, liebe Frau, und du, Knabe, aus ſo ſchwerem Geſchicke, wie es uns beſchieden geweſen, wollen wir eeine feine Lehre ziehen, und ſie nie vergeſſen, was für K mmer, Nvi und Sorge noch auch die Jaengſee*
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