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Jetzt machte der Höhlengang plötzlich eine ſcharfe Biegung nach links,— er erweiterte ſich mit jedem Schritte, und bald glaubte Uly in der Ferne das helle Tageslicht ſchimmern zu ſehen. In athemloſer Haſt ſturmte er vorwärts,— ein Freudenſchrei entrang ſich ſeiner Bruſt,— er hatte ſich nicht getäuſcht,— er erreichte den Ausgang des Höhlenganges,— ein im erſten Grün des Frühlings ſchimmerndes Thal lag vor ihm, hinter ihm die rieſigen Gletſchermaſſen, aus denen Gott ihm den Ausgang geöffnet und gezeigt hatte,— über ihm wölbte ſich das blaue Himmelsgewölbe, und aus nicht weiter Ferne glänzten die ſonnebeſtrahlten wohlbekannten Gipfel der Berge herüber, welche das Matterthal, ſeine Hütte, ſein Weib und Kind in ſchützen⸗ der Umarmung umgaben.
Uly ſchaute wie trunken um ſich, über ſich! Dann ſank er im Uebermaße ſeiner Gefühle auf die Kniee, betete ein Dankgebet zu Gott, und wehrte den Freuden⸗ thränen nicht, die ſeinen Augen entſtrömten. Er war gerettet! Frei lag der ſichere Pfad vor ihm, der ihn in die Arme ſeiner Liebe führen mußte.
Er gebrauchte eine kurze Raſt, um den Sturm ſei⸗ ner Gefuͤhle austoben zu laſſen; dann aber machte er ſich auf, und eilte der Heimath zu. Mit beflügelten Schritten ging er dahin. Jetzt erkannte er die erſten Häuſer ſeines Dorfes, jetzt ſah er ſeine kleine Hütte, jetzt erreichte er ſie und öffnete athemlos die Thür, und da,— da ſtand ſein Weib, da ſaß ſein Toni am höl⸗ zernen Tiſche,— und jetzt, jetzt lagen ſte einander in den Armen, und die Ueberfülle des Glückes äußerte ſich in halb erſtickten Ausrufen unſäglichen Entzuͤckens, und
Keine Ruͤckkehr. 6
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