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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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gefallen ſei; die Kunde von der völligen Zerſprengung der württembergiſchen Bauernſchaaren; die Kunde von furchtbaren Gräuelthaten, welche von den Herren und Rittern gegen die niedergewoefenen Bauernſchaaren aus⸗ geübt wurden. Das ſchreckte die Anderen. Und als nun gar Götz von Berlichingen, der oberſte Feldherr, in der Nähe von Adolzfurth heimlich mit zehn Beglei⸗ tern vom Heere der Bauern entwich, da warfen viele Tauſende die Waffen weg, und es blieb nur noch ein kleines Häuflein übrig, welches von Jörg Metzler be⸗ fehligt wurde. Auch dieſes ward in dem Treffen bei Königshofen nach heftigem Kampfe theils verſprengt, theils niedergemetzelt, und Metzler ſelbſt gelang es nur ſchwer, ſich durch eiligſte Flucht der grimmigen Rach⸗ begier des Truchſeß von Waldburg zu entziehen, die natürlich am ſchwerſten grade die oberſten Anführer treffen mußte.

So ſtanden die Dinge, als eines Tages Florian ſeine Officiere um ſich verſammelte und ihre Meinung über die zunächſt vorzunehmenden Schritte zu hören be⸗ gehrte. Aber Keiner von Allen wußte Rath; ſie ſchwie⸗ gen, achſelzuckend und mit finſteren Geſichtern. Da nahm Florian ſelber das Wort und ſprach:

»Unſere Sache iſt verloren, und wir mit ihr. Die Frage iſt nur: wollen wir die Waffen niederlegen und uns wehrlos der ſchonungsloſen Willkühr und Grau⸗ ſamkeit unſerer Feinde überliefern? Oder wollen wir kämpfen wie Männer, und als Männer unſeren letzten Blutstropfen auf dem Schlachtfelde vergießen? Hier Tod und Schande in Schmach, dort ein rechter

Heldentod in Ehren und Treuen für unſere gerechte

Sache! Wählet 16