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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Erfolge, und dieſe Erfolge hatten eine um ſo größere ichtigkeit, als die Bauern bereits unter ſich uneinig waren, und als nun auch der Reformator Luther ſich gegen den Aufſtand erklärte, und Fuͤrſten und Adel aufforderte, ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen und niederzuwerfen. Dazu kam, daß die Bauern⸗Hauptleute den Ritter Götz von Berlichingen zu ihrem Oberſten erwählt hatten, daß Götz es aber keineswegs ehrlich mit den Bauern meinte, ſondern ſchon mit dem Truchſeß von Waldburg verrätheriſche Unterhandlungen pflog, während er noch oberſter Feldherr der Bauern war, und bis zum letzten Athemzuge bei ihnen und mit ihnen auszuhalten betheuerte. Noch nicht genug; geſchah es nun aus Eiferſucht oder aus irgend welchen anderen Gründen, Götz von Berlichingen wußte es im Kriegs⸗ rathe zu Würzburg durchzuſetzen, daß Ritter Florian Geyer, der einzige tüchtige und ehrliche Führer im Bauernheere, von ſeiner ſchwarzen Schaar auf Wochen hinaus entfernt wurde, um in Heilbronn und anderen Orten Verhandlungen anzuknüpfen und zu leiten, deren Durchführung piel beſſer dem Kanzler Wendel Hippler oder ſonſt einem Mann der Feder anvertraut worden wäre Wohl eilte Ritter Florian, ſtch wieder an die Spitze ſeiner Schaar zu ſtellen, als von allen Seiten Unglücks⸗ Nachrichten eintrafen. Aber ſchon war es zu ſpät, das Unglück abzuwenden, oder auch nur aufzuhalten. Es kam die Kunde von der Niederlage der Bauern bei Böblingen, wo an viertauſend Mann unter dem Schwerte des Truchſeß von Waldburg Blut und Leben laſſen mußten; die Kunde, daß Jäcklein Rohrbach in der Gegend von Hohen⸗Asberg in die Hände des Truchſeß