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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Nirgends wurde ernſthafter Widerſtand geleiſtet. Die meiſten Gegner warfen nach kurzer Gegenwehr freiwillig die Waffen weg, und die übrigen wurden ohne große Mühe gefangen genommen. Schon glaubte ſich Florian Sieger und Herr über die Burg, ſchon traf er Anſtalten, um das Verließ erbrechen zu laſſen, in welchem Egbert als Gefangener ſchmachtete, da erſchallte von Neuem Waffengetöſe in dem breiten Korridore der Burg. Rolf von Hohneck war es, der eiligſt ſeine noch übrigen Mannſchaften geſammelt hatte und durch einen unge⸗ ſtümen Angriff die Eingedrungenen zurück zu werfen verſuchte. Er ermuthigte die Seinen durch kräftigen Zuruf, und es gelang ihm wirklich, für einige Augen⸗ blicke Florian's Landsknechte zum Weichen zu bringen. Da aber ſprang Florian ſelbſt vor, und ſein breites Schwert kreuzte ſich mit der blanken Klinge des un⸗ natürlichen Bruders.

Haltet ein! rief er dem Gegner zu.Wir wollen weder Euer noch Eurer Anhänger Leben! Nur Gerech⸗ tigkeit verlangen wir, und die Freilaſſung Egberts, den Ihr ſchändlicher Weiſe in den Kerker geworfen!

Da habt Ihr, was Euch an Gerechtigkeit gebührt, verſetzte Rolf zornig, und führte einen furchtbaren Hieb gegen Florian, den dieſer aber geſchickt mit ſeinem Schwerte auffing.

Ergebt Euch! Ergebt Euch! rief er Rolf zu. Meine Macht iſt der Eurigen hundertfach überlegen, und Ihr könnt bei fernerem Widerſtande nichts gewin⸗ nen, als Wunden und Tod!« 8

Rolf hörte nicht oder wollte nicht hören. In blinder Wuth hieb er auf Florian ein, ſeine Leute drängten

nach, und es entſpann ſich ein wildes Handgemenge,