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Jonathan lächelte nun von Neuem.
„Ich freue mich eher über den Verluſt, als ich ihn beklage, denn er überhebt mich nur einer Sorge,“ ſagte er.„Ich bin noch reich genug, um leben und Wohl⸗ thaten ſpenden zu können,— was bedarf ich noch mehr des Geldes? Es ſteht geſchrieben:„Der iſt reich, der da arbeitet und ſammelt Geld, und höret auf und genießt ſein auch.“ Ich will thun nach den Worten Sirachs, und aufhören, und genießen, was die Ohn⸗ macht des Goldes nicht erkaufen kann,— Eure Liebe! Liebe habe ich bei euch gefunden, und mit ihr Zufriedenheit und Genüge der Seele! Sie iſt mein höchſter Schatz, und unendlich mehr, als aller irdiſche Reichthum. Ich bleibe bei euch, denn bei euch iſt eine Stätte des ächten, wahren und reinen Glückes. Ein Thor wäre ich, wollte ich ſie verlaſſen. Ich habe ken⸗ nen gelernt die Ohnmacht des Goldes, und die Macht der Liebe. Im Beſttze dieſer, wie ſollte ich den Ver⸗ luſt beklagen jenes elenden Metalles?“
Die Brüder umarmten ſich. Jonathan aber ſehnte
ſich auch ſpäter nie zurück in die frühere Fülle ſeines NReichthums, denn er hatte ſie in der That gründlich
kennen gelernt, die Ohnmacht des Goldes. In der
Liebe des Kreiſes, der ihn umgab, fand er tauſendfäl⸗
tigen Erſatz für die erlittenen Verluſte, fand er endlich das Glück, das er in der weiten Welt vergebens ge⸗ ſucht hatte, das einzige, wahre und ächte Glück, das Glück innerer Zufriedenheit, weiſer Beſchränkung und genüglichen Herzensfreudigkeit, das nur allein aus dem
Herzen quillt, und von keinem Golde erkauft wer⸗ den kann. 1
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Druck von C. Hoffmann in Stuttgart .


