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Ohnmacht des Reichthums : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Wohlthäter, deſſen treues Herz nun in der kühlen Erde ruhte. In Arnolds Zügen prägte ſich tiefe Betrübniß aus, und eine funkelnde Thräne rollte von Zeit zu Zeit über ſeine Wangen. Jonathan ſah mehr finſter aus als traurig, als ob er dem Geſchicke grolle, das ihm den väterlichen Freund auf immer geraubt hatte. 3

Draußen auf der Straße glänzte der goldene Son⸗ nenſchein, und wie ein blaues Zelt ſpannte ſich der wolkenloſe Himmel über Stadt und Gegend aus. Aber auch dies blieb von den beiden Brüdern unbeachtet, bis zufällig ein prächtiger Wagen, mit vier herrlichen Schimmeln beſpannt, gerade unter ihren Fenſtern vor⸗ über brauste. Ein von Gold⸗CTreſſen blitzender Kutſcher lenkte die feurigen Roſſe, und hinten auf dem Bedien⸗ ten⸗Sitze ſchaukelte ſich ein Mohr mit rothem Turban und in reicher orientaliſcher Kleidung. Im Innern des offenen, mit Sammt ausgeſchlagenen Wagens lehnte ein ältlicher, vornehm ausſehender Herr, und neben demſelben ſaß ein großer, ſchwarzer Hund, welcher mit gleichgultigen Blicken, wie ſein Gebieter, auf das Straßengewimmel ſchaute, an dem ſie in raſchem Trabe vorbei raſſelten.—

Ein Seufzer entrang ſich bei dieſem ſchnell wieder

verſchwindenden Anblicke Jonathans Bruſt. „»Wer es ſo gut hätte, wie der alte reiche Pfeifer, der eben vorüber fuhr,“ ſagte er mehr für ſich hin, als zu ſeinem Bruder.„Dem iſt ein glückliches Loos zu⸗ gefallen in dieſer Welt!«

„Ob aber auch in jener?« erwiederte Arnold, in⸗ dem er den Bruder mit ſeinen offenen blauen Augen ſanft anſah.“

„Und wer weiß denn, ob überhaupt nur auch j n