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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſind wir auch noch da, meine Frau und ich! Alſo freuet Euch des Wiederſehens, Leutchen, und Gott moͤge geben, daß Ihr noch viele Jahre in Liebe und Treue bei einander bleibt!

Und Sie moͤge er ſegnen mit ſeinem reichſten Segen, der liebe Gott! ſagte Vater Lindemann mit vor Rührung zitternder Stimme.Ihnen verdanken wir dieſes große Glück, für das ich keine Worte zu finden vermag.

Nein, nicht mir,« entgegnete Herr Salomon. Ich habe nichts gethan, als Euch nur ein wenig ſchneller zuſammengebracht, als es auch ohne mich ge⸗ ſchehen ſein würde. Gern hätte ich freilich hier für den Heinrich die Werkſtatt bezahlt, aber er brauchte es nicht, ſondern ſchlug es mir ab, und ſo bleibt mir denn weiter nichts zu thun übrig, als einmal die Aus⸗ ſtattung für unſere Marie zu beſorgen, wenn ſich der wackere Mann gefunden haben wird. Alſo mir keinen Dank weiter! Was Euer Glück machte, das iſt, nächſt dem Segen des Herrn, dieſer Spruch, der hier in immergrünen Zweigen auf dem Tiſche geſchrie⸗

ben ſteht. Nur immer brav! Das hat Euch ge⸗

halten und geholfen in aller Trübſal, das hat Euch die Gnade Gottes, wie die Achtung und Liebe aller Menſchen geſichert, die Euch kennen. Wo ein ſolcher Spruch im Hauſe das Regiment führt, da muß ja zuletzt Alles gut gehen. Alſo nur immer brav auch in den folgenden Tagen, und Gluck, Freude, Ruhe und Frieden werden ſtets mit uns Allen ſein!

Und alſo war es. Noch erfreut ſich Vater Linde⸗ mann eines glücklichen Greiſenalters im Kreiſe ſeiner Familie und ſeiner Freunde. Kleine Enkel ſpielen zu