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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wir weiter nicht, denn Eure Kinder haben doch nicht allzuſehr hinter ihrem Vater zurückſtehen wollen, ſon⸗ dern haben rechtſchaffen feſtgehalten an ſeinem Grund⸗ ſatze. Nur immer brav! Das war ihr Leitſtern in der Welt draußen, und ſo iſt es ihnen denn gut er⸗ gangen, und hier unſer junger Meiſter Heinrich hat ſich in der Fremde ſo viel erſpart, daß er nicht einmal meine Beihülfe brauchte, um ſich die Werkſtatt von Meiſter Donner zu kaufen!«

»Heinrich, du!« ſchrie Vater Lindemann voller Jubel heraus.Und das ſo ganz in der Stille! Und Meiſter Donner ſagte mir doch...«

»Er ſagte nichts, und zwar auf meinen Wunſch, fiel Herr Salomon ein;wir wollten Euch über⸗ raſchen, Meiſter Lindemann! Es iſt geglückt, und da iſt der Kaufbrief. Heinrich tritt morgen ſchon in die Werkſtatt ein, und ich habe bereits ein paar hübſche Beſtellungen für ihn, da ich hoͤre, daß er die beſten eiſernen Geldſchränke macht, die man finden kann. Wir müſſen uns doch ein wenig gegen die Peterlinge ſchützen.«

»Aber Marie! Wie kommt ſie denn her? Die macht doch keine Geldſchränke! ſagte Vater Lindemann ganz verwirrt.

Nein, aber ſie kann ihren alten Vater pflegen, da der Bruder verſorgt iſt, und ſie deßhalb nicht mehr unter fremden Leuten zu bleiben braucht. Es iſt ihr zwar ebenfalls recht gut ergangen, denn auch ſie war immer brav, aber daheim iſt daheim, und der Vater bleibt der Vater. Ihr könnt ſie wohl ernähren, Meiſter, und ein wackerer Mann wird ſich wohl auch für das wackere Mädchen finden, und am Ende