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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Hand gehegt und gepflegt wurde, und obgleich es keine koſtbaren ausländiſchen Gewächſe enthielt, fehlten dem Bluͤthenreichthume doch weder ſüßer Duft noch lebhaf⸗ tes Farbenſpiel, und jede Pflanze hielt ſich friſch und geſund, eben weil ſie einheimiſch und an's Klima ge⸗ wöhnt war.

Hinter dem Hauſe erſtreckte ſich noch ein größerer Garten, in welchem Vater Lindemann allerlei Gemüſe für die Küche zog. Spargel, allerlei Salat, Mohr⸗ rüben, Kohlrabi, Bohnen, Erbſen, Blumen⸗ und an⸗ derer Kohl wuchſen ihm da in Fülle zu, ſo daß er nicht nur zum eigenen Bedarfe genug, ſondern auch noch zum Verkaufe übrig hatte, was im Laufe der ſchöneren Jahreszeit einen hübſchen und recht willkom⸗ menen Zuſchuß zur Wirthſchaftskaſſe gab. Dieſen Zu⸗ ſchuß konnte Vater Lindemann wohl gebrauchen, denn obgleich nicht grade arm, lebte er doch auch nicht in Ueberfluß oder gar in glänzenden Verhältniſſen. Er war Tiſchlermeiſter, und mußte ſich durch ſeiner Hände Arbeit ernähren. An Beſchäftigung fehlte es ihm aller⸗ dings nicht, denn er galt mit Recht für einen geſchick⸗ ten und pünktlichen Mann, aber aller Verdienſt reichte doch eben nur grade hin, die Koſten des Haushaltes zu beſtreiten, und von einem kleinen Ueberſchuſſe am Ende des Jahres war nur ſelten die Rede.

Daß ſich dieß trotz allen Fleißes und aller Spar⸗ ſamkeit ſo verhielt, machte dem wackeren Meiſter manche nachdenkliche, wenn nicht gar ſorgenvolle Stunde. Er ſtand nicht allein in der Welt; ſeine Frau zwar hatte der liebe Gott ſchon vor Jahren zu ſich genommen, aber zwei Kinder waren ihm geblieben, denen ſeine ganze Zärtlichkeit und Liebe gehörte. Ihnen eine ſorgen⸗