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Nemesis : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Meine Perſon hat mit gutem Rufe und Ehre ſchon lange nichts mehr zu ſchaffen! Ich ſpotte der Thoren, die ſich vor ſolchen Geſpenſtern fürchten. Aber du biſt ein ſolcher Thor, und deßhalb wirſt du meinem Befehl gehorchen. Vorwärts! die Zeit drängt!

Ich bleibe, und laſſe auch dich nicht von der Stelle, erwiederte Mr. Wilſon, indem er ſich ent⸗ ſchloſſen vor die Stubenthür ſtellte.Du wirſt dich nicht aus dieſem Zimmer entfernen, bevor nicht die Nacht vorüber iſt!

Wahnſinniger Thor, ziſchte Solms, und ſprang auf Mr. Wilſon zu.Aus dem Wege mit dir, oder ich ſchlage dich nieder wie einen Hund!

Mr. Wilſon hielt Stand. Da packte ihn Solms bei der Bruſt, und ſchleuderte ihn mit ſolcher Gewalt zur Seite, daß der alte, ſchwache Mann niederſtürzte, und ſich im Fallen am Kopfe verwundete. Ohnmächtig lag er auf den Dielen ausgeſtreckt.

Deſto beſſer! murmelte Solms in ſich hinein, der tugendhafte Spitzbube wäre im Stande geweſen, ſeinem Freunde Beiſtand zu leiſten, anſtatt ihn nieder zu ſchlagen. Bleibe du liegen! Wenn du zur Be⸗ ſinnung zurückkehrſt, wird die That gethan, und ich werde mit der guten Beute längſt über alle Berge ſein. Jetzt zu ihm! Ein Schlag mit der Axt, ein Stich mit dem Meſſer, und es iſt geſchehen. Wie gut, daß der Narr ſeine Kinder und Neger fortge⸗ ſchickt hat! Nun mag Hamilton wachen oder ſchlafen, ich werde bald mit ihm fertig werden!

Er packte den Stiel ſeines Beiles feſter, lockerte das Meſſer in der Scheide, und verließ dann mit