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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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109 ſprang leicht heraus, und ſank an die Bruſt, in die

geöffneten Arme, des vor Freude ſtrahlenden Land⸗

rathes.

Da biſt du! rief dieſer aus.Tauſend Mal will⸗ kommen! Ich wußte wohl, du würdeſt die Stunde einhalten.

Ein Mann, ein Wort!« erwiederte Fels lächelnd. Verſteht ſich von ſelbſt! Aber ſiehe, hier iſt auch un⸗ ſer Martin, der dir die Hand drücken möchte!

Ein fröhlicher Abend folgte dem fröhlichen Tage, dem herzerhebenden Wiederſehen der Freunde. Alle Anweſenden beeiferten ſich, alle die Achtung und Ver⸗ ehrung zu zeigen, welche ſie nach der Erzählung des Landrathes für den Oberſt Fels empfanden, und beſon⸗ ders Herr von Birkenfeld lauſchte auf jedes ſeiner Worte, wie auf ein Orakel. Er bewunderte in Wahr⸗ heit dieſen Mann, und erneuerte ſtill im Herzen das Gelübde, ſtets ſeinem Beiſpiele zu folgen.

Jahre ſind ſeitdem verſtrichen, und nie hörte man, daß Herr von Birkenfeld je wieder auch nur das kleinſte Verſprechen gebrochen hätte. Treu blieb er dem Grund⸗ ſatze:.

Ein Mann, ein Wort!

und die Achtung Aller, die ihn kannten, war ſein Lohn.