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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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hörte ferner, daß er bereits ein paar hundert Morgen ehemaligen Waldboden als Ackerland benutzt, und eine ganz vorzügliche Aerndte an Saat und Getreide erzielt, und daß die vor Ueberſchwemmung durch die aufge⸗ führten Wälle geſchützten Wieſen einen Heu⸗Ertrag ge⸗ geben hatten, wie er bis dahin auf dem Herrenburger Gute unerhört geweſen ſei. Ich freute mich ſeines Er⸗ folgs, ohne nur entfernt zu ahnen, wie nahe ich ſelber dabei betheiligt war.

Da, pünktlich wieder, wie voriges Jahr, am zwei⸗ ten November, kam der Oberſt in mein Haus, und forderte mich lächelnd auf, meine Gelder in Empfang zu nehmen. Natürlich vermuthete ich, er wolle mir nur die fälligen Zinſen auszahlen, aber wie riß ich die Augen auf, als er zuerſt nicht nur die Zinſen, ſondern auch mein Kapital von zehntauſend Thalern, und end⸗ lich ſogar noch eine gleiche Summe in guten Papieren und ſchönen blanken Goldſtücken auf den Tiſch zählte, der für die Menge Geld kaum Platz genug hatte.

»Aber, mein Gott, beſter Oberſt, was ſoll das heißen? fragte ich voller Erſtaunen.

»Das heißt, der Himmel hat meine Anſtrengungen

geſegnet, und ich kann ſogar noch früher, als ich hoffte, Abrechnung mit Ihnen halten, antwortete er.Uebri⸗ gens noch eins, lieber Poſtmeiſter: Sie nennen mich immer Oberſt. Das war ich, aber ich bin es nicht mehr, alſo laſſen Sie es künftig bei dem einfachen Na⸗ men Fels bewenden. Und nun zählen Sie Ihr Geld nach, und prüfen Sie dann meine Rechnung, damit Sie mir Quittung geben können. Ihre Hälfte vom Er⸗ trage beläuft ſich akkurat auf zehntauſend, zweihundert