21
denn Viele waren ſchon abgewieſen worden, und eine Ausnahme wurde daher ſchon deßhalb ſchwerlich ge⸗ macht. Auf der anderen Seite, mein Geldbeutel war noch wohl gefuͤllt, und wie konnte ich ſeinen Inhalt beſſer anwenden, als wenn ich ihn dazu benutzte, dem Könige einen braven Krieger zu verſchaffen.
»Martin!“ rief ich, als der junge Menſch ſich auf etwa zwanzig Schritte von mir entfernt hatte.
Der Burſche blieb auf der Stelle ſtehen und ſchaute ſich um.„Wer rief mich? Sind Sie es, Herr Fels?
„Nein, nicht Fels, aber ein Kamerad von ihm,“ antwortete ich.„Warte ein wenig; ich habe ein paar Worte mit dir zu reden.“
Neugierig trat der Burſche auf mich zu, und mu⸗ ſterte mich mit einem etwas mißtrauiſchen Blicke. Als er aber die Uniform unter meinem Mantel bemerkte, verſchwand jede Scheu aus ſeinen Zügen, und er nickte mir zutraulich zu.
»Ah, ich ſehe, Sie ſind wirklich ein Kamerad von Herrn Fels!“ ſagte er.„Was wünſchen Sie von mir? Wenn ich Ihnen einen Dienſt erweiſen kann, bin ich gern dazu bereit, denn die freiwilligen Jäger ſind ja lauter brave Herren. Alſo, was befehlen Sie?«
»Nichts weiter vor der Hand, als daß du mir in das erſte beſte Gaſthaus folgſt, und dort mit mir ein Abendbrod einnimmſt!“
„Oho,“ lachte er gutmüthig,—„wenn's weiter nichts iſt, das läßt ſich machen! Aber wollen wir nicht Herrn Fels auch dazu einladen?“«
„Heute nicht! Er läßt ſich nicht gern in ſeinem Quartiere ſtören. Komm' nur!“


