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Das große Loos : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Nun denn, Georg, das fällt mir auch nicht im allerentfernteſten Traume mehr ein, erwiederte Richard lebhaft.»Ich muͤßte ja ganz und gar von Sinnen ſein, wenn ich es thäte! Dem Himmel ſei Dank, jetzt erlauben mir meine Mittel, in der Reſidenz zu bleiben, und ich kann es ruhig abwarten, bis ſich mir hier eine Stellung bietet, die mir genehm erſcheint. Du denkſt doch natürlich eben ſo wenig mehr daran, dich in das kleine Neſt von Reſidenz zu begeben, wo du deine Praxis eröffnen wollteſt?«

Ich wüßte nicht, welcher Umſtand eine Aenderung meines Entſchluſſes bewirkt haben könnte, antwortete Georg.Ich reiſe in den nächſten Tagen nach B. ab.

Das wirſt du gefälligſt bleiben laſſen, ſagte Ri⸗ chard in gereiztem Tone.»Ich würde es abſcheulich finden, wenn du dich jetzt von mir trennen wollteſt. Wir haben Armuth und manche Entbehrung mit ein⸗ ander getragen, jetzt geziemt es ſich auch, daß wir den Ueberfluß und das Glück mit einander genießen. Oh, Georg, es kann dein Ernſt nicht ſein, mich zu ver⸗ laſſen!«

Georg ſchüttelte lächelnd den Kopf.»Mein Ent⸗ ſchluß iſt gefaßt, ſagte er ruhigder Brief, wel⸗ cher meine nahe bevorſtehende Ankunft in B. meldet, iſt abgegangen, und meine Abreiſe wird an dem be⸗ ſtimmten Tage ſtattfinden. Du kennſt mich, Richard, und weißt alſo, daß nichts mich von meinem Plane abzubringen vermag. Außerdem weißt du ja auch, wie geringes Verlangen ich von je her nach den Beluſti⸗ gungen und Zerſtreuungen dieſer großen Hauptſtadt trug. Ich kann mich nur glücklich fühlen in der ge⸗ wiſſenhaften und pflichtgetreuen Ausübung meines Le⸗