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Aber wie iſt's nun mit 102172 He, junger Herr, wo ſo böſe thut, wollen Sie ſich nicht beſinnen und dem guten Beiſpiele folgen von Ihrem Freund?«
Georg gab keine Antwort, ſondern deutete nur mit
dem Finger ſo ernſt und finſter nach der Thür, daß
es der alte Jude denn doch gerathen fand, ohne wei⸗ tere Umſtände das Feld zu räumen. »Ich gehe ſchon, ich gehe ſchon!« ſagte er.„Aber ie werden's erleben, daß wir uns wiederſehen morgen, wenn Ihr Freund wird haben gewonnen das große Loos! Wir werden's erleben, oder ich will nicht Aaron Meier heißen! Nun, ich geh' ja ſchon! Leben Sie recht wohl bis auf morgen, meine gnädige jungen Herren!“ Mit einem Bückling drückte ſich der alte Jude zur Thür hinaus; hatte ſie aber kaum hinter ſich zugemacht, als er ſie ſchon wieder öffnete, und noch einmal ſein bärtiges Geſicht in die Stube herein ſtreckte. »Nun, wie iſt's mit Nummer 102172 fragte er. »Haben Sie ſich nicht anders beſonnen? Noch können Sie's haben!“
Georg lachte; Richard dagegen ging mit ſo zorniger
Miiene auf die Thüre zu, daß der alte Aaron es nun
wirklich an der Zeit hielt, ganz ernſtlich ſeinen Rück⸗ zug zu nehmen. Klapp! ſchlug er die Thüre zu, und ſtolperte die Treppen hinunter, ſo eilig er konnte, wäh⸗ rend Richards Gelächter luſtig hinter ihm her ſchallte. »Ich muß wirklich bewundern, daß du noch lachen kannſt, nachdem du einen ſo thörichten Strei gen haſt,« ſagte Georg unwillig.„Ich denken, wir brauchten unſere paar Thale als daß wir ſie gedankenlos verſchleudern „Ich lachte ja auch darüber nicht, Georg, ſondern


