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Geſellſchaften, weshalb man ihn gewöhnlich nur„Herr Agent“ zu nennen pflegte.
„Gehorſamſter Diener, Frau Räthin, ſchönſten gu⸗ ten Tag, lieber Herr Rath,“ ſagte er bei'm Eintreten, indem er dazu die zierlichſten Verbeugungen machte, wie es kein Tanzmeiſter beſſer gekonnt hätte.„Sie haben mich gerufen; kann ich Ihnen mit irgend Etwas zu Dienſten ſtehen?“
»Nun ja, lieber Herr Agent,“ verſetzte der Rath mit
einiger Verlegenheit.„Aber nehmen Sie doch erſt Platz und legen Sie ab,— Sie tragen ja da ein großes Packet Schriften unter dem Arme— ſo— hierher da⸗ mit,— und nun,— ſetzen Sie ſich.“ Herr Kluge ließ ſich die kleinen Dienſtleiſtungen und Zuvorkommenheiten Heimberger's nur widerſtrebend gefallen, und nahm endlich auf einem Stuhle in der Nähe der Frau Räthin Platz.
„Jetzt aber geſchwind, liebſter Herr Rath,— wo⸗ mit kann ich dienen?« fragte er.
„Nun,“— verſetzte Heimberger,„ich befinde mich in einer, freilich nur augenblicklichen und vorübergehen⸗ den Geldverlegenheit, und da möchte ich Sie fragen, ob Sie vielleicht die Güte haben würden, mir darüber hin⸗ weg zu helfen?«
»Ei, mit dem allergrößten Vergnügen,“ erwiederte Kluge mit dem freundlichſten Geſichte von der Welt. „»Brauchen Sie hundert, zweihundert, dreihundert Thä⸗ lerchen? Sie ſtehen Ihnen jeden Augenblick zu Ge⸗ bote.“
»Nein, nein, Gott behüte und bewahre!« rief der Rath, und winkte abwehrend mit beiden Händen.„Nur ein zwanzig bis dreißig Thaler auf ein paar Wochen.


