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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Herr Heimberger.

Die helle Morgenſonne ſchaute licht und freundlich durch glänzende Fenſterſcheiben in eine geräumige, hüb⸗ ſche Stube, welcher, bei aller Einfachheit der Möbel und Geräthſchaften, entſchieden der Charakter wohnlicher Gemüthlichkeit aufgeprägt war. An den Wänden mit den grau in grau gemuſterten Tapeten hiengen mehrere, wenn auch nicht koſtbare, doch gute Kupferſtiche in hübſchen Goldrahmen; an dem Pfeiler zwiſchen den beiden Fenſtern prangte ein großer Spiegel, welcher ſich auf eine breite, alterthümlich geſchnitzte Kommode ſtützte. Rechts davon, dicht am Fenſter, ſtand ein be⸗ quemer Großvater⸗Stuhl, mit ſchwarzem Leder über⸗ zogen, deſſen theilweiſe abgeſchabtes Ausſehen von häu⸗ ſigem Gebrauche Kunde gab. Daneben erblickte man einen großen Arbeitstiſch mit vielen Fächern und Schub⸗ käſten, welche mit Briefen und Aktenbündeln angefüllt waren. Gegenüber prangte ein mit rothem Wollenſtoff überzogenes Sopha, vor dem ſich auf bunt gemuſtertem Fußteppich ein großer, runder Tiſch breit machte. Au⸗ ßerdem ſtanden in der⸗Stube an geeigneten Plätzen

Lebensverſicherung. 3 1