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Er ſah ſie kommen, ihren kleinen Schnabel dem Waſſer nähern, dann ihre Bruſt hineintauchen, ihre Flügel und ihr ganzes Gefieder ſchütteln, und der arme Knabe drückte dann den Arm ſeines Aufſehers mit einer Hef⸗ tigkeit, als ob er ſagen wollte:„Ach, ich kann es nicht ſo machen!“«— Häufig wollte er ſie ein wenig mehr in der Nähe ſehen, machte mit Hülfe ſeines Führers einige Schritte vorwärts, und kam ihnen ſo nahe, daß er ſie mit ausgeſtrecktem Arme faſt erreichen konnte. Das war ſeine liebſte Zerſtreuung; er liebte ihr Ge⸗ zwitſcher und ihre muntere Lebendigkeit.
Der Arzt, Herr Deſault, beſuchte den Prinzen jeden Tag um neun Uhr Morgens, und verweilte häufig längere Zeit bei ihm. Der Prinz ſah ihn gern, und bewies ihm durch Blicke und Worte ſeine Dankbarkeit, welche der wackere Greis auch wirklich verdiente. Plötz⸗ lich aber blieb Herr Deſault aus, und man erfuhr, daß er am 31. Mai unerwartet geſtorben war. Der Prinz beweinte ihn und beklagte ſehr ſeinen Verluſt. Der Ober⸗Chirurg, Herr Pelletan, erſetzte ſeine Stelle; aber auch er hatte keine Hoffnung, das fliehende Leben des Prinzen noch aufzuhalten. Wie eine zarte, der Luft beraubte Pflanze, deren feine Wurzeln ein Wurm be⸗ nagt, ſenkte der arme Knabe ſein erſchöpftes Haupt. Aber er litt, ohne zu murren, er verwelkte, ohne ſich zu beklagen. Die auf ihren Stengel geſenkte Pflanze erſtarb, aber ſie behielt ihren ſüßen Duft, wenn auch nicht ihre glänzenden Farben bei.
Herr Pelletan, welcher den gefährlichen Zuſtand des Prinzen nur zu gut erkannte, hatte die Forderung an die Regierung geſtellt, noch von einem andern Arzte unterſtuͤtzt zu werden, und am 7. Juni fand ſich Herr


