zeichnet, und unterſchieden ſich nicht von einander, weil
und Beſchäftigung beraubt, wie lang, wie unendlich
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Hier verlebte das unglückliche Kind traurige Tage und Nächte. Für ihn gab es keine Zeitmeſſung mehr; das Jahr, die Monate, die Wochen, die Tage, Alles war in ſeinen Gedanken verwirrt. Die Zeit, einem ſtehenden Sumpfe gleich, hatte für ihn zu fließen auf⸗ gehoͤrt. Seine Stunden wurden nur durch Leiden be⸗
er jede Stunde litt.
Gehen wir ſchnell über dieſe ſchreckliche Gefangen⸗ ſchaft hinweg; ſie war nichts als ein trauriges, finſte⸗ res, einförmiges Elend, das ununterbrochen länger als ſechs Monate andauerte. Länger als ſechs Monate drang die Luft des Himmels nicht in dieſen Kerker das Tageslicht fiel nur mit Mühe durch die Gitter und die Schalter ein, deren Dicke und Feſtigkeit keinen Laut von außen einließ. Der arme Knabe ſah nicht einmal die Hand, die ihm ſeine kargen Lebensmittel zukommen ließ; er vernahm kein anderes Geräuſch als das der Riegel, und nur am Ende des Tages rief ihm eine barſche Stimme zu, er ſolle ſich zu Bette legen, weil man ihm kein Licht geben wollte. 3
Die Einſamkeit laſtete auf ſeiner Seele, wie Blei gewichte. Jeder Arbeit, jedes Spieles, jeder Zerſtreuung
lang mußten ihm die Tage werden! Und dann kam die dunkle Nacht, die Nacht mit ihren Schrecken, die Furcht mit ihren unbeſtimmten Drohungen, mit ihren ungreifbaren Phantomen, mit ihren Aufregungen, welche das Herz des Kindes erzittern machten.
Viele Tage, viele Nächte verfloſſen,— kein Wort, keine Klage ſchallte aus dieſem Gefängniſſe. Das Fall⸗ gitter wurde jeden Tag geoͤffnet, aber nie bat der arme
Ein Königsſohn.(6.
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