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Ein Königssohn : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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geſicherte Freiheit in Anſpruch zu nehmen; man er⸗ klärte ihm gradezu, daß er und ſeine Familie er⸗ kannt ſeien, und begleitete dieſe Erklärung noch mit höhniſchen Bemerkungen.

»Nun denn, ſagte jetzt plötzlich die Königin, welche bisher kein Wort geſprochen hatte, mit ernſter Würde, »nun denn, wenn Sie ihn als Ihren König erkennen, ſo achten Sie ihn auch als Solchen!

Dieſes Wort beſtimmte den König, den offenen Charakter, den er bisher nur mit Mühe unterdrückt hatte, wieder anzunehmen. Er ſetzte auseinander, welche Bewegungsgründe ihn zu ſeiner Reiſe veranlaßt hatten; er ſprach von ſeinem innigen Wunſche, die wahren Bedürfniſſe ſeines Volkes, das er ſo aufrichtig liebte, kennen zu lernen; er widerſprach auf das Ent⸗ ſchiedenſte der Verläumdung, als habe er außer Lan⸗ des flüchten und ſich in die Mitte von Fremden be⸗ geben wollen, und machte ſogar den Vorſchlag, ſich der Nationalgarde von Varennes anzuvertrauen, die ihn dann nach Montmédy oder in ſonſt eine Stadt des Königreiches begleiten könne, wo ſeine perſönliche Frei⸗ heit geſichert ſein werde.

Die natürliche, warme und offene Beredſamkeit des Königs verfehlte ihre Wirkung nicht. Sauce war er⸗ ſchüttert, und der König wäre gerettet geweſen, hätte ſein Leben nur von dieſem Manne abgehangen. Abex der ſchändliche Drouet ließ ſeine Beute nicht fahren; er wurde heftig und erklärte, es handle ſich um ihre Köpfe, wenn man den König nicht nach Paris zurückführe.

In dieſem Augenblicke ereignete ſich eine ernſte Thatſache, welche über das Schickſal des Königs ent⸗ ſchied. Es kam zwiſchen den Officieren, welche auf

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