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Jung gewohnt, alt gethan : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Nun, was gibt es? rief dieſer ihm zu.Du machſt ja ein Geſicht, Valentin, als ob dir eine große Erbſchaft entgangen wäre, auf die du mit Sicherheit ſchon gerechnet hätteſt. Was fehlt dir, mein Junge?

Ach laß mich in Ruhe! entgegnete Valentin ver⸗ drießlich. Du und deine Kameraden, Ihr ſeid ganz allein an meinem Unglücke ſchuld! Hättet Ihr mich in Frie⸗ den gelaſſen und nicht in Euren verwünſchten Strudel von Zerſtreuungen gezogen, ſo ſtänd' es jetzt anders mit mir!e

Oho, du ſprichſt ja in hohem Tone, mein Lieber! antwortete Theodor lachend.Aber wenn du wirklich ſo ſehr unglücklich biſt, ſo will ich's dir weiter nicht übel nehmen. Darum nur friſch heraus mit der Sprache, wo fehlt es dir?

Ich habe kein Geld mehr, und außerdem Schul⸗ den, die ich nicht bezahlen kann! ſagte Valentin nie⸗ dergeſchlagen und in ganz verzweifeltem Tone. Theodor lachte laut auf.

Das iſt Alles? rief er.Nun, wahrhaftig, dar⸗ über brauchſt du dir keine grauen Haare wachſen zu laſſen. Haſt du denn nicht einen reichen Vater?

Ja, mein Vater iſt wohl reich genug, aber er wird ſich hüten, meine Thorheiten zu bezahlen, ent⸗ gegnete Valentin.Dazu kenne ich ihn viel zu gut. Oh, wär' ich doch niemals in Eure Geſellſchaft ge⸗ rathen!

Nun, ich muß ſagen, du redeſt wirklich recht höf⸗ lich mit mir, mein Lieber, ſpoͤttelte Theodor. ‚Aber ich verzeihe dir, weil du in der That ein wahres Kind biſt. Wer wird denn um⸗ ein paar Thaler Schulden

gleich verzweifeln? Wenn ich mir ſolche Kleinigkeiten