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Jenseits des Meeres : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Hans am Arme und fuͤhrte ihn in das Haus, um ihm dort die mütterlichſte Pflege angedeihen zu laſſen. War er doch immer trotz aller Verkehrtheiten ihr Sohn, ihr Einziger. Solchem ſieht ein Mutterherz nur allzu leicht mehr nach, als der ſtrengere Sinn des Vaters dies darf. Meiſter Willing ſchaute den Beiden nach, als ſie durch den Garten eilten, aber er ſchüttelte dabei be⸗ denklich den Kopf, und ſah nicht gerade ſehr erfreut und zufriedengeſtellt aus.

Nun, man muß es abwarten, murmelte er end⸗

lich vor ſich hin.Das Geſchehene iſt einmal nicht

mehr zu ändern, und wenn der Junge wirklich die Ab⸗ ſicht hat, rechtſchaffen ſein Handwerk zu lernen, ſo wol⸗ len wir ihm verzeihen, und Alles in's Meer der Ver⸗ geſſenheit werfen. Wo nicht aber, ſo mag er ſich hüten! Einen Thunichtgut und Taugenichts dulde ich nicht im Hauſe, und wenn er zehnmal mein einziger Sohn wäre!«

Wenn Meiſter Willing ernſtliche Beſorgniſſe in Be⸗ zug auf das Betragen ſeines Sohnes hegte, ſo zeigte es ſich leider bald, daß dieſelben keineswegs ungerecht⸗ fertigt waren. Im Gegentheil. Anfangs gab ſich Hans wohl einige Mühe, in der Werkſtatt heimiſch zu wer⸗ den; aber ſchon nach einigen Wochen ließ der Eifer nach, und Hans wurde träge und nachläſſig. Die Er⸗ mahnungen und Zurechtweiſungen des Ober⸗Geſellen, der in Abweſenheit des Meiſters die Aufſicht in der Werkſtatt führte, nützten nur wenig. Als Sohn des Meiſters bildete Hans ſich ein, daß ein Geſelle ſeines Vaters ihm nichts zu befehlen habe, und anſtatt zu

gehorchen, lachte und höhnte er nur. Es kam endlich

ſo weit, daß der Ober⸗Geſell, um nicht in ſeinem An⸗ 4