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und ich werde dem Obergeſellen Auftrag ertheilen, ein ſcharfes Auge auf dich zu haben. Bilde dir nicht ein, daß du hier zu Hauſe faullenzen und als Tagedieb umherlungern darfſt! Ich will, daß du nicht anders und beſſer gehalten werden ſollſt, als jeder andere Lehrburſche. Darnach richte dich.«
»„Schon gut,« erwiederte Hans trotzig.„Man wird ja ſehen! Wenn man mir's zu arg macht, ſo iſt ja die Welt groß genug, daß man ſich anderswo einen Platz ſuchen kann!«
»Hans! Um Gottes willen, reize den Vater nicht mit ſolchen Redensarten,“ ſagte Frau Katharine haſtig, um dem Donnerwetter Einhalt zu thun, das ſchon auf den Lippen ihres Mannes ſchwebte und den ungerathe⸗ nen Sohn bedrohte.„Du haſt großes und ſchweres Unrecht begangen, Hans, und es würde dir beſſer an⸗ ſtehen, demüthig um Verzeihung zu bitten, als hier ſo trotzig aufzutreten.“ 3
»Nun, Mutter, du haſt doch ja eben ſelber gehört, daß ich mit Drohungen vom Vater empfangen wurde,“ verſetzte Hans etwas gemäßigter.„Da kann Einem auch einmal die Galle überlaufen. Und was habe ich denn am Ende ſo Schweres verbrochen? Einen groben Wirth durchgeprügelt, um ihm ein wenig Lebensart einzubläuen! Das iſt doch wahrhaftig des Aufhebens nicht werth, das davon gemacht wird. Und kurz und gut, ich bin's ganz zufrieden, daß man mich von der Schule fortgeſchickt hat. Zu Hauſe gefällt mir's beſſer,
als in der Reſidenz. Sei nicht mehr böſe auf mich,
Vater! Ich verſpreche dir, daß ich mein Möglichſtes
thun will, um ein geſchickter Schreiner zu werden. Ein Solcher iſt in meinen Augen eben ſo viel wert


