wegwerfen müſſen, um alle Schäden zu bezahlen, die er aus Leichtſinn oder Uebermuth angeſtiftet hat! Nachge⸗ rade reißt mir die Geduld, und anſtatt ihn noch ferner auf dem koſtſpieligen Gymnaſium in der Reſidenz zu erhalten, werde ich ihn als Lehrburſchen in die Werk⸗ ſtatt ſtecken. Da mag er lernen Hobel und Säge hand⸗ haben.“
„Aber, ich bitte dich, lieber Mann, theile mir doch endlich nur wenigſtens mit, was unſer Hans eigentlich verbrochen hat!« ſagte die geängſtigte Mutter.„So böſe, wie heute, habe ich dich ja noch gar nicht ge⸗ ſehen. Früher ſprachſt du doch ſelber immer davon, daß du Hans zu etwas Rechtem erziehen und ausbil⸗ den laſſen wollteſt, und jetzt drohſt du wieder ihn in die Werkſtatt zu ſchicken. Was hat er denn begangen, daß du die Hand von ihm abziehen willſt?«
»Was er begangen hat?“ eiferte der Vater.„Dumm⸗ heiten natürlich und Schlechtigkeiten. Mit fünf oder ſechs andern Bürſchchen ſeines Gelichters iſt er nach dem Dorfe Lindenau gegangen und hat dort in der Schenke ſo viel Wein und Bier auftragen laſſen, bis Alle mit einander nahezu betrunken geweſen ſind. Als der Wirth, ein verſtändiger Mann, ſich dann geweigert hat, den unverſtändigen Buben noch mehr einzuſchenken, iſt es erſt zu Zank und Streit, und nachher gar zu Handgreiflichkeiten gekommen, zu denen unſer liebens⸗ würdiger Herr Sohn das Signal gegeben hat. Der Wirth iſt natürlich bald der Uebermacht der jungen ſtar⸗ ken Burſchen unterlegen; ſie haben ihn in ſeinen eige⸗ nen Keller eingeſperrt, dann alles Hausgeräth, Flaſchen Teller, Näpfe, Krüge, ſogar die Fenſterſcheiben kurz und klein geſchlagen, und erſt dann, als ſie in ſolcher


