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Und nun geſchwind,— gefällt dir mein Vorſchlag und nimmſt du ihn an?“
„Oh, mit beiden Händen und mit heißer Dank⸗ barkeit, wenn mir die Hoffnung bleibt, nicht auf immer von Ihnen allen getrennt zu ſein!“ rief Baſtel aus.
„Wir werden uns jedes Jahr wenigſtens Ein Mal auf ein paar Wochen ſehen,“ antwortete Herr Brock⸗ huſen freundlich.„Du wirſt zu uns,— wir werden zu dir kommen, und ich hoffe auf glückliche Tage, die wir dann mit einander verleben. Uebrigens, mein Sohn,«— fuhr er ruhiger fort,—„das Geſchäft, welchem du vorſtehen ſollſt, iſt in Wahrheit von großer Wichtigkeit, und du brauchſt nicht zu denken, daß ich nur allein deinetwillen die Waldgründe angekauft habe. Ich rechne auf einen großen Ertrag, der natür⸗ lich zu gleichen Theilen geht, und du biſt mir daher keine beſondere Dankbarkeit ſchuldig. Es trifft ſich eben gut, daß das Geſchäft zu deinen Neigungen ſtimmt, und der Hauptgewinn wird immer der bleiben, daß du in deiner Weiſe das Glück findeſt, das ich dir wuͤnſche.“
Zwei Jahre vergingen Baſtel in unermüdlicher, raſtloſer, aber auch gedeihlicher Thätigkeit auf dem Boden ſeiner Heimath. Wie ganz anders aber ſah es jetzt in den Thälern und Wäldern aus, die in der Kindheit Baſtels ſo ſtill, ſo einſam, ſo abſeits gelegen hatten? Schöne, große Fabrik⸗Gebäude erhoben ſich hie und da an den geeigneten Stellen, zahlloſe Meiler rauchten und qualmten an verſchiedenen Punkten des Waldes, Theer⸗Schwelereien, Pech⸗ und Pottaſche⸗ Siedereien, Rußöfen ſtanden hier und dort, und Hunderte
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