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Jeder in seiner Weise : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ermuͤdet, und bedurfte einigermaßen der Erholung und Ruhe.

Hier hatte Adelbert nun gute Gelegenheit, ſo recht. gründlich in der Natur zu ſchwelgen, denn der Wald mit ſeinen grünen Zweigen nickte ihm ganz nahe durch das Fenſter herein zu, und ſchien ihm zu winken, nur recht oft in ſeine kühlen, grünen Dome zu kommen und ſich in ſeinem Schatten zu erquicken. Die muntere Ilſe mit ihrem kriſtallhellen Waſſer hüpfte dicht bei ſeiner Wohnung über die glatten Kieſel hinweg, und ihr Plätſchern und Rauſchen klang in ſein Ohr wie ver⸗ lockende Stimmen, die ihm zuraunten:Komm nur, Knabe, komm, und erfreue dich an meiner Lieblichkeit. Geh' nur hinauf an meinen Ufern, weit und immer weiter, da wirſt du ſehen, wie ſchön es iſt und wie munter und fröhlich ich bin. Wo die ſtolzen Eichen ragen und die breiten Wipfel der Buchen, wo die Fel⸗ ſen ſtarren und die kleinen Bäche von den Bergwän⸗ den rieſeln, wo die Vögel am luſtigſten ſingen und die bunten Waldblumen am duftigſten blühen, da iſt mein eigenſtes Reich, da hüpf' ich und ſpring' ich in luſtigem Tanze, wie ein fröhliches, wohliges Kind! Und dann wird dir auch wohlig werden, wie dir noch nie im Leben draußen und in der großen, weiten Welt ge⸗ worden iſt!

So ſchien die Ilſe geſchwätzig zu plaudern, und Adelbert lauſchte nur zu gern der verlockenden Stimme. »Warte nur, flüſterte er in die plätſchernden Wel⸗ len hinein,warte nur! Ich komme, ſobald ich kann, und freue mich der Herrlichkeit deines Reiches! Ja, ja, ich komme, und gehe neben dir her bis zu den ſtarrenden Felſen und den ſtolz ragenden Eichen, und