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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Felix folgte der Weiſung. Der alte Mann ver⸗ ſchloß die Thür wieder, und geleitete Felix in ein ge⸗ räumiges, gut ausgeſtattetes Gemach.

Nun ſprechen Sie, ſagte er hier.Was wün⸗ ſchen Sie von dem Fürſten?

Nichts von ihm, erwiederte Felix,ich wünſche nur ihn zu benachrichtigen, daß ſeine Reichthümer, vielleicht gar ſein Leben dieſe Nacht in Gefahr ſind.

Der alte Mann erſchrak, ſchüttelte aber gleich dar⸗ auf mit ungläubiger Miene den Kopf.

Unmöglich! ſagte er.Keiner von den Unter⸗ thanen und Leibeigenen des Fürſten wird es wagen, einen ſolchen Anſchlag auszuführen.

Aber andere Männer denken daran, verſetzte Felix eifrig,verwegene, gefährliche Geſellen! Um Gottes willen führen Sie mich zu dem Fürſten, be⸗ vpoor es zu ſpät iſt!

Die lebhafteſte Beſorgniß ſprach ſo deutlich aus jedem Worte und jeder Geberde des jungen Menſchen, daß der alte Kammerdiener ſeinem Drängen nachzu⸗ geben beſchloß.

So kommen Sie denn, ſagte er nach kurzem Beſinnen.Der Fürſt hat ſich vielleicht noch nicht zur Ruhe begeben.

Sie ſtiegen eine breite Wendeltreppe hinauf, und eine Minute ſpäter ſtand Felix vor dem Fürſten, einer edeln, trotz ſeines Alters noch rüſtigen und kräf⸗

tigen Männergeſtalt, die ihn mit ſanftem Ernſte wille

kommen hieß. Setzen Sie ſich mir gegenüber, ſprach der Greis,

und nun erzählen Sie mir, was Sie veranlaßt hat,

mich mitten in der Nacht aufzuſuchen.