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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Geht es mir doch eben ſo, Frau Suſanne,

ſtimmte der Haushofmeiſter kopfnickend bei,Graf

Albin heuchelt Freundſchaft, Liebe, Zärtlichkeit und Gott weiß, was noch, für unſern Herrn und den klei⸗ nen Felix, und doch bin ich feſt davon überzeugt, daß er Beide im Herzen haßt, und ſie am liebſten von der Welt ſchaffen möchte. Ja freilich, das wäre ſo ein Biſſen für den armſeligen Schlucker, mit einem Schlage unſere großen ſchönen Güter und Schlöſſer zu erben! Aber dieſer Biſſen ſoll nicht über ſeine Lippen kommen! Was denken Sie darüber, Frau Suſanne?

Ich denke, verſetzte die alte würdige Frau nach⸗ drücklich,daß es unſere Pflicht und Schuldigkeit als alte und getreue Diener dieſes edlen Hauſes iſt, über den Herrn und ſeinen Sohn zu wachen, wie über

unſeren Augapfel! Das iſt meine Anſicht, und ich

bezweifle ganz und gar nicht, daß es auch die Ihrige iſt, Stein!

Das ſchwöre ich Ihnen, Frau Suſanne, ſprach der Haushofmeiſter.Ich will nicht müde werden, dem Herrn Grafen Albin auf die Finger zu ſehen und Sie, Frau Suſanne, dürfen den kleinen Felix nicht aus den Augen laſſen!

Das zu thun, verſpreche ich, erwiederte die wür⸗ dige Frau.Ich liebe den Knaben, wie ſeine Mutter, die leider zu früh die Erde verlaſſen hat, und ich will über ihn wachen, wie nur eine Mutter es thun könnte. Das bin ich der verſtorbenen gnädigen Gräfin ſchuldig, die allezeit die Freundlichkeit und Güte ſelber war!

Nun denn, Frau Suſanne, nahm der Haushof⸗ meiſter wieder das Wort,ſo ſind wir alſo einig,