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„Es wäre nur Vermeidung unnöthigen und ganz nutzloſen Blutvergießens,“ ſagte Gysbert.„Sein Sie vernünftig, Kapitän! Ich verſpreche Ihnen gute Be⸗ handlung— verſchlimmern Sie Ihr Schickſal nicht durch Trotz und Eigenſinn!“
„Eh bien, au fond haben Sie recht!“ erwiederte Kapitän Danville nach kurzem Bedenken.»„Oeffnen Sie die geheime Thür!«
Die Räder ſchnurrten und die Treppe nach unten lag offen da.
„Girard!“ rief der Kapitän hinab.„Kommen Sie herauf! Auch die Anderen! Bringen Sie die Gefan⸗ genen mit!«
„Zu Befehl, Kapitän!« erwiederte eine Stimme von unten und gleich darauf vernahm man die Schritte der Soldaten und ihrer Begleiter. Sie traten in den Thurm— die Thür flog hinter ihnen zu, und Hein⸗ rich ſtürzte mit dem jubelnden Ausrufe:„mein Bruder! Wir ſind gerettet!« an die Bruſt und in die Arme Gysberts. Die Soldaten dagegen wollten von ihren Gewehren Gebrauch machen— ein kurzes Getümmel entſtand— die Lampe wurde umgeſtoßen, und vielleicht wäre noch Blut gefloſſen, wenn nicht Kapitän Danville ſelbſt mit Donnerſtimme Frieden befohlen hätte.
„Legt die Waffen nieder!“ rief er.„Widerſtand iſt fruchtlos!«
Die Douaniers gehorchten, es wurde wieder Licht gemacht, und Gysbert hatte eben Befehl gegeben, die Gefangenen in die Boote und von dort nach der
zu ſchaffen, als plötzlich Heinrich ausrief:„Es *Einer, und grade der Schlimmſte! Wo iſt Sy⸗ brand!«


