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Gysbert und der Steuermann gingen voran, die Uebrigen folgten in lautloſer Stille. Bald waren die Ruinen erſtiegen, und die kleine entſchloſſene Schaar näherte ſich dem Thurme. Es ſtand keine Wache da⸗ vor. Die Nacht war kühl, und man verſah ſich gewiß keines Ueberfalles. Aus der Pforte des Thurmes
ſchimmerte Licht. Dicht neben ihr zur Rechten und
N
aus dem Boden gewachſen waren.
Linken waren zehn Gewehre mit den Bajonetten zuſam⸗ mengeſtellt.
»Ah, dies iſt ein Fund, der uns den Sieg in die Hände gibt!« fluͤſterte Gysbert.„Schafft die Gewehre auf die Seite, und dann in den Thurm!“
Ohne Geräuſch wurden die Flinten entfernt, in den Ruinen verborgen, und nun drang Gysbert, eine Pi⸗ ſtole in der Hand, zuerſt in den Thurm ein. Die Uebrigen folgten. In dem Gemache herrſchte die tiefſte Stille. Die Soldaten, in ihre Mäntel gehüllt, lagen am Boden und ſchliefen feſt. Der Reſt der Gewehre lehnte an der Mauer. Ein Griff und ſie waren ent⸗ fernt. Die Douaniers erwachten nicht.
„Jetzt!« flüſterte Gysbert.„»Jeder wähle ſeinen Mann. Ich nehme den Kapitän auf mich. Bindet ſie
— thut ihnen aber nichts zu Leide! Du, Vollbrand, hältſt die Pforte beſetzt, damit uns Niemand entſchlüpft! Auf ſie!«
Im Nu warf ſich jeder Matroſe auf einen Feind, und ehe dieſer noch die Banden des Schlafes abzuſchüt⸗ teln vermochte, ſah er ſich wieder von neuen Banden gefeſſelt, die jeden Widerſtand unmöglich machten. Gänzlich verdummt und außer Faſſung ſtarrten die Franzoſen die kecken Schiffer an, welche uͤber Nacht wie


