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Eine Familiengeschichte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Richards Arm umſchlang die Geſtalt des weinen⸗ den Mädchens, das ihr Haupt auf ſeine Schulter ſin⸗ ken ließ.

Mein Sohn, ſagte der tief ergriffene Vater, Richards Hand ergreifend,ich kann dir ohne Schamröthe entgegen treten. Der Kummer und das 3 Herz eines Engels haben mich von der Sünde der Trunkſucht geheilt.

Ich weiß Alles, weiß, wie Sie gekämpft und ge⸗ ſiegt haben, und bin ſtolz darauf, Sie Vater nennen zu dürfen, verſetzte der junge Mann.

Der Abend verging in weitläufigen Auseinander⸗ ſetzungen, denen jedoch Jeder mit lebhafteſter Theil⸗ nahme zuhörte. Mr. Bently ſuchte ſeine Handlungs⸗ 3 weiſe zu rechtfertigen, und erhielt volle Genugthuung durch die Billigung aller Anweſenden und Betheilig⸗ ten. Der Morgen graute ſchon, als die Familie ſich trennte, um endlich die Ruhe zu ſuchen. Als Mr. Bently ging, wollte Richard ihn begleiten, aber ſein Großvater wies ihn ſanft zurück.

6Dieſes Haus hier iſt jetzt deine Heimath, Richard, agte er.Auch mein Haus wird nie mehr freude⸗ os ſein, denn die glücklichen Geſichter, die ich hier Arrücklaſſe, werden mich als frohe Erinnerungen um⸗ ſchweben.

In jener Nacht gab es wohl keine glücklicheren ¹ MNaenſchen auf dem ganzen Erdenrunde, als die unter

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dem Dache Georg Markhams. Wohl hatten ſie ihr Glück theuer erkaufen müſſen, aber der Genuß deſſel⸗ bpen war um ſo köſtlicher. 8 So endet unſere Familiengeſchichte. Der Leſer

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