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Eine Familiengeschichte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Hunger geſtillt hatte.Morgen ſprechen wir weiter mit einander, und ich hoffe, wir werden Beide dann zufrieden ſein.

In der Stimme, wie in den Worten des Herrn lag etwas ſo Aufrichtiges, daß Richard mit einem mat⸗ ten Lächeln zu ihm aufblickte. Die Nacht über ſchlief er zum erſten Mal in ſeinem Leben in einem prächti⸗ gen Bette; aber er ſchlief nicht ſanft und ruhig, ſon⸗ dern öfter als einmal murmelte er träumend die Worte: Arme Mutter! Arme Mama!.

Am andern Tage beſuchte der Advokat ſeinen Ge⸗ fangenen und fand ihn am Fenſter ſitzend, während das Frühſtück noch unberührt auf dem Tiſche ſtand.

Das iſt thöricht, mein armer Knabe, bemerkte er in freundlichem Tone.

Sie können mich hier feſthalten, verſetzte Richard, vaber mich nicht zum Eſſen zwingen..

»Das wird der Hunger thun, erwiederte Jener.

Richard antwortete durch ein ſchmerzliches Lächeln.

»Warum betrübſt du die, die dir wohlwollen?

fragte der Advokat.

Ich kann nicht eſſen, verſetzte Richard,wenn ich weiß, daß diejenigen verhungern, die ich am meiſten in der Welt liebe.

Du meinſt deine Mutter und deine Schweſter?

Ja, Herr!.

Es wird für ſie geſorgt werden, ja, ohne Zweifel iſt dies bereits geſchehen. Der Herr von geſtern Abend

hat es mir verſprochen, und er iſt ein Mann, der ſtets 1

ſein Wort hält. Gott ſegne ihn dafür, verſetzte der Knabe tief