Erſtes Kapitel. Die Familie.
Die Belvedere⸗Straße in London macht in der Nähe der Waterloo⸗Brücke eine Krümmung, indem ſie einen großen, zur Aufſtapelung von Bauholz dienenden Platz, an deſſen Hinterſeite eine Reihe niedriger Häus⸗ chen ſteht, halbkreisförmig umgeht, und ſo eine Art von unregelmäßigem Halbmond bildet.
Eines von den erwähnten Häuschen wurde ſeit meh⸗ reren Jahren von einer blutarmen Familie, Namens Markham, bewohnt. Und doch hätten die Markhams füglich in Wohlſtande leben können, denn der Vater
war ein gebildeter Mann, der die Buchhaltung gründ⸗ lich verſtand, und nicht gewöhnliche Geſchäftstalente be⸗
ſaß. Aber leider lag ihm ein Hemmſchuh im Wege: getäuſchte Erwartungen hatten ihn zum Trunke verleitet, und wenn er unter dem Einfluſſe dieſes Laſters ſtand, ſo pflegte er, ſtatt dieſem ſein Unglück zur Laſt zu legen, das Schickſal zu verwünſchen, das unbegreiflicher Weiſe alle ſeine Bemühungen zu keinem— men ließ.
Mit einundzwanzig Jahren hatte Geor Familiengeſchichte.


