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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Hand.

DOpfer ſein ſollte, dir bringe ich's gern um deiner guten

Treues Blut! Treues Blut!« ſagte er mit leb⸗ hafter Freude und Rührung.Gott wird dir lohnen, was du an mir thuſt! Nun bin ich ruhig! Aber bringſt du mir auch nicht ein zu großes Opfer, Jakob?« Deem armen Burſchen brannte das Herz, und heiße Thränen wollten in ſeine Augen ſchießen, aber er beherrſchte ſeine Gefühle und reichte Wilhelm ſeine

Biſt nur ſtill,« ſagte er.Wenn es auch ein MNutter willen. Daheim müſſen ſie eben ein wenig auf mich warten, das iſt's Ganze. Und nun geſchwind ſag' mir, was ich zu thun habe, denn da ich einmal hen Auftrag übernehme, ſo will ich auch nicht ſäu⸗ en mit der Ausführung.«

»Ja, ja, ich ſehe ſchon immer mehr, daß ich den rechten Helfer an dir gefunden habe, ſagte Wilhelm. So hör' mich denn an, und ich will dir erklären, was du zu thun haſt. Im Grunde genommen, iſt's nicht ſehr ſchwierig, und erfordert vor Ällem nur Treue und Rechtſchaffenheit.

Er händigte nun Jakob ſeine Frachtbriefe und ſon⸗ ſtigen Papiere ein, gab ihm die Marſch⸗Route, die er bis nach Wien inne halten ſollte, und verſah ihn reich⸗ lich mit Gelde. Jakob verſprach ihm, ſich ganz genau nach ſeinen Anweiſungen zu richten, und traf denn ſo⸗ fort Anſtalten, die Reiſe nach Wien anzutreten. Schon eine Stunde ſpäter fuhr er mit dem Frachtwagen zum Dorfe hinaus. Als er an die Stelle kam, wo die Wege ſich theilten, der Eine nach Wien, der Andere Schweizer Lande zu, blickte er wehmüthig auf Letzteren entlang, und Traurigkeit beklemmte ſein 5*