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Das treue Blut : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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und daß keiner ihrer Bewohner ſich recht von Herzen des lachenden Frühlings erfreuen konnte, der doch ſonſt auch das betrübteſte Herz mit neuen Hoffnungen zu er⸗ füllen pflegt.

Da eines Tages kehrte Jakob freudeſtrahlend von

einem Spaziergange zurück, den er vor kaum einer Stunde mit betrübtem Gemüth angetreten hatte, und fröhlich blitzenden Augen in die kleine Stube hinein. - Ich hab' es, Vater!« rief er frohlockend aus; ich weiß jetzt, wie aller Noth und Sorge für die Zu⸗ kunft ein Ende zu machen iſt! Ich habe das Mittel gefunden, uns Alle wieder zufrieden zu machen!

Der Vater ſchüttelte ungläubig den Kopf, auch in dem Geſichte der Mutter drückte ſich ungläubiger Zweifel aus, und nur die kleine leichtgläubige Marianne blickte mit hellem Auge und neugieriger Miene den Bruder an.

O, glaube mir nur, Vater, glaube mir, Mutter, ſprach Jakob voll Eifers weiter.Der Herr Pfarrer, mit dem ich vorhin ſprach, hat auch ſchon mein Vor⸗ haben gebilligt, und Ihr wißt wohl, daß der Herr Pfarrer ein ſehr kluger und wohlwollender Mann iſt.

Nun, Jaköbli, ſo ſag', was du dir ausgeſonnen haſt, und dann werden wir bald ſehen, ob dein Vor⸗ haben auszuführen iſt, oder nicht, ſagte der Vater.

So höre denn, und du auch, Mutter, ſeht, als ich vorhin ganz niedergeſchlagen darüber, daß ich ſo gar nichts für uns thun könnte, aus dem Dorfe hinaus ging, da begegnete mir draußen der Nazi Benedict, und redete mich an, wohinaus ich wolle, und ich ſagte ihm, ich wolle nur ein wenig friſche Luft ſchöpfen, und er erzählte mir, er komme aus der Stadt, wohin er eine Parthie Schnitzwaaren zum Händler getragen habe.