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Ein Bibelblatt : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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hielt es für gut und zweckmäßig, ſich derſelben anzu⸗ ſchließen. Er theilte ſeinen Entſchluß, mit ihr abzu⸗ gehen, der Tante mit, und dieſe ſteckte ihm ein Roͤllchen Goldſtücke zu:für den Schwager, der es wohl brau⸗ chen werde, wie ſie meinte. Hans zeigte ſich ganz wohlgemuth und unbekümmert, als ob er den Wunſch, mit Paul zur Armee abzugehen, längſt aufgegeben und vergeſſen hätte.

Wie lange wird es wohl dauern, bis du zum Vater kommſt? fragte er.

Weiß nicht, erwiederte Paulvierzehn Tage,

drei Wochen, vielleicht noch länger, je nachdem. Es kommt darauf an, wo das Regiment ſteht.«

Aber das weißt du doch, welchen Marſch du neh⸗ men mußt und wo du Nachtquartier machſt?« fragte der Knabe.

Nun freilich muß ich das wiſſen, antwortete Paul, und gab ganz genau die Marſchroute an. Hans ſchrieb je auf.

Warum das? fragte der Wachtmeiſter.

»Nun, das kannſt du dir doch wohl denken, ſagte Hans zutraulich.Als ob mich's nicht intereſſirte, zu wiſſen, wo du jeden Abend biſt und wenn du endlich zum Vater kommen wirſt! Gruͤß' ihn nur ſchön von mir, Paul, und ſag' ihm auch, Hans würde ihn nicht

84 vergeſſen! Verſtehſt du?«

Werde doch!« entgegnete der Wachtmeiſter.Und du, Junge, halte dich brav, und lerne fleißig, und mache der Tante keinen Verdruß, damit wir Freude an dir erleben, wenn wir aus dem Feldzuge ck⸗ kommen! Und nun leb' wohl! Gott beſchütze un hüte dich!«