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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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klar und deutlich alles Unrecht, welches ich entweder durch Begehen oder Unterlaſſen, begangen hatte. Mein Herz war voll Reue und von guten Vorſätzen für die Zukunft erfüllt, und ich zögerte nicht, den Beweis da⸗ für zu liefern.

Ein altes Lied fiel mir ein. Es fing mit den Worten an:

Ueb' immer Treu und Redlichkeit Bis an dein ſtilles Grab,

Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab.

Wie weit war ich, der ehemalige Taugenichts, von Gottes Wegen nicht abgewichen! Aber ich faßte den feſten Entſchluß, auf Seine Wege zurückzukehren, und der erſte Schritt dazu mußte ſein, daß ich, an⸗ ſtatt heimlich vom Schiffe zu entweichen, offen zu Tage trat und eben ſo offen bekannte, was für Ver⸗ gehungen ich mir hatte zu ſchulden kommen laſſon. Keine Furcht vor Strafe durfte mich davon ah⸗

ſchrecken, und ich ließ mich auch nicht davon abi⸗ ſchrecken. Meine Bibel in der Hand pochte ich an die verſchloſſene Luke über mir, und rief mit lauter Stimme, daß man mir öffnen und mich heraus laſſen möge.

Man hörte mich.

Ich entnahm dieſe Ueberzeugung aus dem leb⸗ haften Geräuſch, das unmittelbar nach meinem Klopfen und Rufen auf dem Verdecke entſtand. Ausrufe der Verwunderung und des Erſtaunens drangen zu mej nem Gehör, vermiſcht mit eiligen Schritten, die v fern und nah ſich der Luke näherten.