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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſehr koſtbarem Inhalte geſchlagen war. Sie lag etwas über mir, obgleich nicht hoch genug, daß ich ſie nicht mit der Hand hätte erreichen können. Ich durchſchnitt den Baſt mit meinem Meſſer, fühlte dann nach dem Holze und fand, daß es ein Deckel von gewöhnlichem weichem Tannenholze war, den man nicht einmal ſon⸗ derlich feſt gemacht hatte. Wenigſtens entdeckte ich nur wenige Nägel, und auch dieſe ſchienen nicht ſehr feſt eingeſchlagen zu ſein, ein Umſtand, der mir durch⸗ aus nicht unangenehm erſchien, aber gleichwohl ſehr üble Folgen für mich nach ſich ziehen ſollte. Ich glaubte nämlich, den Deckel ſehr leicht von der Kiſte lostrennen zu können, indem ich mein Meſſer in die Spalte zwiſchen beiden ſchob und einen tüchtigen Ruck damit machte. Zu meinem Unglücke hatte ich aber ein wenig zu derb auf den Stahl gedrückt; ein kurzes ſcharfes Knicken, das mein Herz mehr erſchreckte, als ein Piſtolenſchuß gethan haben würde, traf mein Ohr, und ich machte die traurige Entdeckung, daß die Klinge meines Meſſers gebrochen und in der Syalte ſtecken geblieben war. Das Heft hatte ich in der Hand be⸗ halten, und eine kurze Unterſuchung zeigte mir, daß die Klinge dicht neben demſelben abgeſprungen ſei, und daß mir kaum noch der zehnte Theil eines Zolles von ihrer früheren Länge übrig geblieben war. Natürlich verurſachte mir dieſer Verluſt den tief⸗ ſten Schmerz und Kummer, und ich mußte ihn für ein Unglück der ſchwerſten Art halten, da ich ohne mein Meſſer nur wenig oder gar nichts thun konnte, und mir demnach faſt ſo hülflos vorkam, wie ein neu⸗ geborenes Kind: Noch wenige Augenblicke vorher erfüllte meine