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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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überwindlich. Ich war meiner endlichen Erlöſung und Befreiung gewiß, und dies verlieh mir einen Seelen⸗ frieden, wie ich ihn nicht empfunden hatte, ſeit dem Augenblicke, wo ich mich in meinem Kerker gefan⸗ gen fand. Mit ruhigſter Entſchloſſenheit kehrte ich alſo zu meiner Arbeit zurück, kletterte in die geleerte Zwie⸗ backskiſte hinauf, ſprengte eine Seitenwand davon los, und fuhr mit den Händen durch die auf ſolche Weiſe gemachte Oeffnung, um zu ermitteln, was es jetzt nun wieder für ein Hinderniß zu beſeitigen gäbe. Meine Finger betaſteten eine breite rauhe Brettfläche, doch konnte ich daraus noch nicht errathen, was dahinter verſteckt ſein mochte. Bei genauerer Unterſuchung fand ich, daß die erwähnte Brettfläche nach allen Seiten hin ſich weiter erſtreckte, als meine Hände zu reichen vermochten. Sie ſtieg ſenkrecht empor wie eine Mauer, und bedeckte nicht blos das ganze Ende der Zwiebacks⸗ kiſte, ſondern erſtreckte ſich auch noch auf beiden Sei⸗ ten und oben darüber hinaus. Wie weit, wußte ich natürlich nicht, denn meine Finger reichten das Ende auf keiner Seite ab. Die Kiſte war jedenfalls be⸗ deutend größer, als die bisher von mir erbrochenen, aber ihren Inhalt zu errathen vermochte ich auf keine

Weiſe.

Langes Nachgrübeln konnte mir nichts nützen, alſo ſtieß ich einfach mein Meſſer durch die Bretterwand, und ſondirte damit. Ich traf zuerſt auf Papier und dann auf etwas Hartes, das meiner Klinge Wider⸗

ſtand leiſtete, und beinahe ſo hart und ſo glatt wie

Marmor ſein mußte. Schärfer auf mein Meſſer drückend, gewahrte ich aber, daß es nicht Stein, ſon⸗