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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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machen, als die unſäglichen Qualen des langſam ſchleichenden Hungertodes zu erdulden. An einem Werkzeuge, mich zu tödten, fehlte es mir nicht, denn in meiner Taſche hatte ich ein Meſſer mit einer ziem⸗ lich langen und ſehr ſtarken Klinge, das durch eine mechaniſche Vorrichtung am Zuklappen verhindert wurde, wenn man es aufgeklappt hatte. Erſt durch den Druck auf eine Feder wurde die Klinge im Hefte wieder bewegbar.

Nach dieſem Meſſer, das recht wohl die Dienſte eines Dolches leiſten konnte, griff ich, zog aber ſchau⸗ dernd die Hand wieder zurück, als meine heiße Hand den kalten Stahl berührte.

„Nein, noch nicht!“ ſagte ich zu mir ſelbſt.„Die⸗ ſes letzte und äußerſte Mittel bleibt mir immer noch auf ſpätere Zeit. Für den Augenblick will ich und darf ich noch nicht alle und jede Hoffnung aufgeben!“

Ein Gedanke war mir durch die Seele geflogen, der: mit Hülfe meines Meſſers mir einen Weg durch die Bretterwand der großen Kiſte, und dann durch die übrigen Ballen, Körbe, Bündel und Kiſten weiter nach oben zu bahnen, bis man auf dem Verdecke des Schiffes meinen Ruf nach Hülfe vernehmen würde. Ganz unmöglich und aller Ausführbarkeit ermangelnd, ſchien mir dieſer Verſuch nicht, wenn,— und das war die Hauptſache,— wenn ich nur Mittel fand, meinen Hunger zu ſtillen, meinen Durſt zu löſchen, und dadurch mein Leben zu friſten und meine Kräfte zu conſerviren. Ein ruhiges Nachdenken hatte mir die Ueberzeugung eingeflößt, daß es mir gelingen würde, mir Speiſe und Trank zu verſchaffen; denn wohl be⸗ kannt war mir, daß man die Kiſten mit Schiffszwie⸗

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