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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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vierzehn Tage ſpäter wurden ſie an einem und demſelben Tage zu Grabe getragen. Sie ſtarben am Nerven⸗ fieber, das dazumal viele Opfer in Altona forderte, wo ſich mein Vater durch ſeine fleißigen Hände als Schiffszimmermann ehrbar und rechtſchaffen ernährt hatte. Schätze freilich hatte er nicht verdienen kön⸗ nen, und als er begraben war, und nun das Gericht ſich um mich, die einzige hinterlaſſene Waiſe, bekümmerte, da fand ſich's, daß Doctor, Apotheker und Todtengrä⸗ ber größere Forderungen an den Nachlaß meiner ar⸗ men Aeltern machten, als derſelbe befriedigen konnte. Das Bischen Haus⸗ und Wirthſchaftsgeräth, ſowie das Handwerkzeug meines Vaters wurde verkauft und der Erlös an ſeine Gläubiger vertheilt. Ich bekam keinen Schilling davon. Was ſoll denn nun aber aus dir werden, Bürſch⸗ n?e ſagte der Herr Gerichtsaktuar zu mir, als er mich mutterſeelenallein auf den nackten Dielen in mei⸗ ner armen Eltern Wohnung ſitzen ſah. 3 Weiß nicht, gab ich ihm zur Antwort. Ich wußt' es auch wirklich nicht, was ich thun ſollte. 4 Aber hier in der Wohnung kannſt du ja doch nicht bleiben, ſprach der Herr Aktuar weiter.Der Hauswirth duldet es auf keinen Fall, da er ſie ſchleu⸗ nigſt wieder vermiethen will. Kennſt du gar keinen Menſchen, der ſich deiner annehmen würde? Haſt du gar keine Verwandte weder von Vater's noch von der Mutter Seite? Jedenfalls wärſt du doch, wenn du deren hätteſt, in ihrem Schutze beſſer verſorgt und aufgehoben, als im Waiſenhauſe, wo es die armen Kinder nicht gerade zum Beſten haben. Beſinne dich, Bürſchchen, wie heißt du doch?