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Der von ihm ausgeſtoßene Schrei hatte das Brüllen der Tiger erregt, in welches ſich auch das Ziſchen der an die Zweige der Bäume geſchlungenen Schlangen miſchte.
„Das iſt ſonderbar!“ ſagte der Indianer,„dieſes Gebrüll erſchallt von derſelben Seite, als die Stimme dieſes Menſchen! He! Herr Student!“ rief er Lantejas zu,„ſind Sie allein, Ihre Sieſta in dem Schatten der Tamarinden zu halten?“
Aber der Student antwortete Coſtal nur durch einen un⸗ verſtändlichen Schrei; er war nicht im Stande, ein einziges
Wort auszuſprechen, ſo ſehr lähmte der unendliche Schrecken,
den er empfand, ſeine Zunge.
Sein zitternder Arm erhob ſich allein über die Hänge⸗ matte, um dem Indianer die ſchrecklichen Gäſte in den beiden Tamarinden anzudeuten. Indeſſen die Dicke des Laubes machte, indem ſie dem Auge Coſtals die Jaguars verbarg, die Geberde des Studenten eben ſo wenig verſtändlich, als ſein Schrei.
„Langſam, um Gottes Willen!“ rief Klara aus, den die
Furcht vorſichtiger als Coſtal machte.„Die Tiger haben ſich
vielleicht auf dieſe Tamarinden geflüchtet!“
„Ein Grund mehr, um hinzugehen und nachzuſehen. Duͤr⸗ fen wir dieſen jungen Mann ſich in der Hängematte erkälten laſſen, bis daß die Gewäſſer verlaufen ſind?“
Indem er dieſe Worte ſagte, nahm Coſtal ſeine Ruder wieder und ſteuerte nach dem Stubenten zu, während Klara in einem jammernden Tone wiederholte:
„Wenn das unſere Tiger von geſtern ſind, wie ich es an
dem Miauen der Jungen zu erkennen glaube, ſo bedenkt, wie
ſehr dieſe Thiere gegen uns erbittert ſein müſſen..
„öGlaubt Ihr denn, daß ich es nicht gegen ſie bin?« er⸗
wiederte Coſtal, indem er fortfuhr zu ruder. Einige Ruderſchläge verſetzten ihn in eine Nähe des
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