Die Anaganda. Ein Abenteuer aus Oſtindien.
Man ſaß in fröhlicher Geſellſchaft beiſammen, und Herr „Kberhard Wittbeck, erſt vor Kurzem von weiten Reiſen zuruck⸗ betehrt, wurde aufgefordert, etwas von ſeinen Erlebniſſen zum Beſten zu geben. Herr Wittbeck ließ ſich nicht lange nöthigen. Er erzählte gern und gut, und ſo begann er denn nach kurzem Bedenken die folgende Geſchichte.
»Im vorletzten Jahr meines Aufenthalts in den oſtindi⸗ ſchen Gegenden ſchickte mich der Rath von Indien nach Zeylon ab, um einige entſtandene Irrungen an Ort und Stelle zu 3 unterſuchen und auszugleichen. Es war nicht ſchwer, diſen— Auftrag zur Zufriedenheit ſämmtlicher Intereſſenten zu erfüllen: doch nöthigte mich mein Geſchäft zu einem Verzuge von neun oder zehn Monaten, die ich zu Kolumbo verlebte. Dieſer Zeit⸗ 4 raum war groß genug, um für das Bedürfniß des geſelligen Umgangs Bekanntſchaften aller Art anzuknüpfen und zu unter⸗ 3 halten. Mein Glück meinte es jedoch noch beſſ er mit mir, denn es führte mir hier den einzigen Freund entgegen, der 4 es durch Gleichheit der Charaktere und der Neigungen, durch
biedere geprüfte Treue, durch Khelſünn des Herzens u Aus allen Welttheilen. 1—


