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Euch den Strand wiedergibt, hat auch beſchloſſen, Euch ein Haus zu bauen. In ſeinem Namen und Auf⸗ trage ſpreche ich. Er ſchenkt Euch Eure Anſiedlung als freies Eigenthum, und morgen ſchon ſoll die Schen⸗ kung gerichtlich ausgefertigt werden!«
Dieſe mit Wonnethränen vernommenen Worte hat⸗ ten Bodry's von dem Wichtigſten unterrichtet, aber nach der Rede fingen die Erklärungen von Neuem an. Bodry's erfuhren unter Anderem, daß der Beſuch des Neffen nur zum Zweck gehabt hatte, dem Intendanten genau auf die Finger zu ſehen, und daß ſchon damals,
nach dem Berichte deſſelben, die Entlaſſung des Inten⸗
danten beſchloſſen worden war.
„So hatte Andreas alſo doch nicht ganz recht,“« ſagte Suſanne, als er uns die aus ihren Geberden er⸗ rathene Unterredung zwiſchen dem Neffen des Herrn und dem Intendanten mittheilte.“
„Aber ich errieth beſſer,“ fiel Andreas ein,“ wer der Urheber der Feuersbrunſt war, die wir vom See gus beobachteten!“
„Genug, meine Freunde,“ unterbrach Emanuel die Unterhaltung;—„der See iſt ruhig, die Nacht iſt ſchön und wir müſſen ſie benutzen, da wir verſprochen haben, unſere Anſiedler am Strande ohne Aufſchub zurückzuführen!«
„So iſt es alſo beſchloſſen,“ ſagte Rudolph betrübt, „daß ich ſie nicht ein einziges Mal beherbergen ſoll!«
„Wir werden bald einmal wiederkehren, guter Ru⸗ dolph,“ antwortete Karl.„Der See trennt uns nicht, er iſt der ſchönſte von allen Wegen, auf denen man einen Freund beſuchen kann. Begleiten Sie uns jetzt! Es würde uns etwas fehlen, wenn Sie in dem Augen⸗


