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Die Ansiedler am Strande : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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bedauerten. Die Hütte, der Brunnen, die Spaliere, die letzten Blumen des Herbſtes, Alles ſchien ihnen zu⸗ zurufen: Wie? Ihr geht fort und verlaßt uns? Wer wird Sorge für uns tragen, wenn Ihr fern ſeid?«

Mittlerweile rückte die Stunde der Abreiſe heran. Karl und Andreas fuhren über den See hinüber, und ſprachen mit ihrem Freunde, dem Winzer, über ihre Angelegenheiten. Der ehrliche Mann nahm ſie mit Herzlichkeit auf, verſprach ihnen jeden möglichen Bei⸗ ſtand, und gab ſein Wort, nach beſten Kräften ihre Pläne zu fördern. Er bot ihnen eine Winzerhütte für ſie ſelbſt, ſeine Scheuer für ihre Vorräthe, ſeinen Stall für die Schafe und Ziegen, ſeinen Hühnerhof für das Geflügel an, und Alles wurde mit Dankbarkeit ange⸗ nommen. Die Brüder ſchafften ſodann zunächſt ihre Vorräthe von Heu, Stroh und Laubſchütte, ihre Möbel und Handwerksgeräthe an Ort und Stelle, und trafen dann Anſtalten, auch die übrige Familie und das Ge⸗ flügel zu holen. Minette wurde dabei nicht vergeſſen, und Kantal, der Pudel, lief ſchon von ſelber mit.

Die Zeit war ſo kurz gemeſſen, daß man am drit⸗ ten Tage erſt ziemlich ſpät Abends abreiſen konnte. Das Wetter war kalt, der Himmel von ſchweren Ne⸗ beln verdüſtert; kaum erleuchtete der Mond ein wenig die traurige Scene mit ſeinen bleichen Strahlen. Einige Freunde begleiteten die Abreiſenden bis an's Ufer. Thränen floſſen hier, wie im Kahne. Suſanne ſaß zwiſchen ihren Toͤchtern, und ſie hüteten die Schafe und Ziegen. Die kleine Heerde ſtieß jämmerliche Klagetöne aus, als der Kahn vom Ufer ſtieß. Bei dieſen Tönen verdoppelte ſich das Schluchzen. Iſabelle und Julie ſchmiegten ſich an ihre Mutter, die mit gefalteten Händen