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Wir haben zu viel Vertrauen zu den Menſchen gehabt, jetzt müſſen wir lernen, uns allein auf Gott zu ver⸗ laſſen.“— Es fehlte, wie geſagt, nicht an mitleidigen Menſchen, welche Suſanne und ihren Kindern Hülfe anboten. „Wie werdet Ihr den Winter zubringen?“ fragte man ſie.—„Ich werde Julie zu mir nehmen!« ſagte eine gute Frau.—„Andreas kommt zu mir!“ ſprach ein Anderer.— Ein würdiger Mann, der reichſte von Allen im Orte, fand es allzu traurig, ſie zu trennen, und wollte die ganze Familie bei ſich aufnehmen. »Von Herzen danke ich Euch, liebe Nachbarn,“ er⸗ wiederte Karl auf alle dieſe Anerbietungen,—„aber meine Mutter und meine Geſchwiſter ſollen Niemandem zur Laſt fallen. Ihr habt geſehen, daß wir unſeren Lebensunterhalt verdienen koͤnnen! Wir trauern um unſeren Strand, weil wir ihn lieben! Wir haben ihn dem Waſſer abgekämpft, ihn bebaut, verbeſſert, ver⸗ ſchönert,— aber was wir hier vermochten, können wir anderwärts wieder thun, und vielleicht mit geringerer Mühe und Arbeit. Ich werde hinüber an das andere Ufer gehen. Dort wohnt ein Winzer, der mir oft da- von erzählt hat. Das Land iſt dort weniger theuer, weil es weniger bevölkert iſt, und bei unſerem harten und mäßigen Leben wird es nicht allzu ſchwer ſein, dort unſer Brod zu erwerben. Niemand wollte glau⸗ ben, daß wir hier unſer Fortkommen finden würden, und dennoch iſt es uns gelungen. Mit Fleiß und Aus⸗ dauer kann man noch andere Wunder bewirken. Wir ſind Alle geſund und rüſtig, und der Gott, der uns bis hieher geholfen hat, wird ja auch weiter helfen. Mein Freund, der Winzer, kennt eine Gemeinde, die


