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Die Ansiedler am Strande : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nur einen Wink zu erwarten, um ſich auf ſeine zitternde Beute zu ſtürzen.

Während deſſen hörte man unter dem Strohdache nicht auf, fuͤr die Geneſung des kranken Greiſes zu beten. Man hoffte noch immer, ihn wiederkehren zu ſehen, aber dieſe Hoffnung ſchwand plötzlich dahin, als im Anfange des Winters die Nachricht von ſeinem Tode eintraf. Jedermann betrübte ſich darüber, nur der In⸗ tendant nicht, welcher ſogar eine heimliche Freude dar⸗ über zu empfinden ſchien.

Auf der Stelle befahl er nun der Familie, binnen drei Tagen das Ufer zu räumen. Thränen, Bitten, Vorwürfe, Alles zeigte ſich vergeblich. Die ganze Nach⸗ barſchaft war erzürnt über dieſe Härte, denn die ar⸗ men Bodry's hatten ſich durch ihr gutes Betragen viele Freunde erworben, und Viele kamen, Ihnen Troſt, Rath und Hülfe anzubieten. Ein Rechtskundiger ſagte ſogar zu Karl, daß man nicht einmal das Recht habe, ihn ohne vorhergegangene Kündigung zu vertreiben; es beſtehe zwar kein geſchriebener Vertrag, aber dieſer ſei ſtillſchweigend vorauszuſetzen, da Herr Meißner ihn Jahre lang ungeſtört habe arbeiten und wirthſchaften laſſen. Karl ſolle bleiben, und wenigſtens nicht ſo plötzlich die Stelle verlaſſen. Karl aber wollte auf dieſen Vorſchlag nicht eingehen.Es würde zu einem Prozeſſe kommen,« ſagte er,der mir nur Zeit koſten, und zuletzt doch nichts nützen würde. Der Winter iſt vor der Thür, und wir müſſen jede Stunde wahr⸗ nehmen!

Und überdieß, fügte Suſanne hinzu,dürfen wir nicht vergeſſen, daß wir nicht in unſerem Hauſe ſind! Bei Fremden bleibt man nicht gegen ihren Willen.